Sprachniveau A1

Technische Probleme, Mitglied verlässt uns und wir machen Herzblatt

Unser Abend begann erst einmal mit technischen Probleme. Denn eine Kollegin kam erst wegen ZOOM nicht ins Meeting, beim Schulkamerad hackte es am Ton und die Internetleitung unserer Dozentin war nicht ganz so stabil als üblich. So chaotisch die Situation war, bis wir mit dem Unterricht starteten, so chaotisch sieht auch mein Arbeitsplatz aus. Auf dem Foto siehst Du, wie mein Schulplatz aussieht. Selbstverständlich durfte Kaffee und Grissini nicht fehlen. Letzteres hatten wir ja vorletzte Woche kennen gelernt. Daher hab ich mir die gleich aus dem Supermarkt um die Ecke besorgt.

Unterricht von zu Hause

Noch bevor wir begonnen hatten, die Hausaufgaben zu kontrollieren, brachte uns die Lehrerin auf den aktuellen Stand, dass eine Kollegin per Mail den Kurs abgebrochen hat. Sie ist auf Arbeit zu sehr eingebunden, dass sie Abends keine Kraft mehr hätte zu lernen oder dem Unterricht mit der nötigen Aufmerksamkeit folgen zu können. Sehr schade, dass durch den Online-Unterricht die Kollegen leichter abspringen. Durch die technischen Störungen, die wir anfangs hatten, verlängerte sich auch die Korrektur der Hausaufgaben, sodass in der verbleibenden Zeit nicht wirklich viel machbar war.

So setzten wir den Unterricht dort fort, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben: Mitteilen, was man mag und was nicht. Wir hörten einen Text und sollten die passenden Gesichtszüge zeichnen zu den Mahlzeiten, die der Sprecher mochte oder auch nicht. Obwohl es sehr schnell gesprochen wurde, verstanden wir alle und konnten die richtigen Antworten geben. So sehen wir, dass eben weil wir uns mit der Sprache befassen, langsame Texte auch zügig gesprochene Texte nun verstanden werden konnten.

Weiter ging es mit den Artikel. Hier holt mich meine Faulheit etwas ein und bestraft mich bitterböse! Denn wir lernten die richtigen Artikel für die Mehrzahlen kennen. Schon da geht’s los, dass man die richtigen Artikel der Wörter inkl. deren Geschlechter lernen muss, sonst bekommt man wie ich Probleme bei der Mehrzahl und so scheiterte ich gnadenlos bei der nächsten Aufgabe, dass man die Artikel von dem Menü auf der vorherigen Seite hinzufügt. Nahezu alles falsch und das, was richtig war, das habe ich geraten.

Dadurch, dass wir ständig mit der italienischen Sprache beschäftigt waren, konnten wir Texte, die schneller gesprochen wurden, auch leichter verstehen, weswegen wir die Fragen von der nächsten Aufgabe alle richtig hatten. Hören und ankreuzen ist kein Problem, die Mehrzahl zu bilden ist schon etwas schwieriger.

Das lustigste aus unserer Stunde

Online Herzblatt // © fernsehserien.de

Um unser bisher erlerntes in die Praxis umzusetzen, wurden wir in separate Räume eingeteilt. Das lustige bei ZOOM ist, dass niemand weiß, wer in welche Gruppe kommt. So meinte meine Partnerin:

Das ist wie bei Herzblatt mit Rudi Carrell, da weiß man auch nie, mit wem man zusammen kommt, obwohl man sein Gegenüber schon bisschen kennst.

An unseren Gruppengesprächen ist unsere Dozentin nicht dabei, so kam bei uns folgende Frage auf: Wenn man im italienisch ab und an einfach Wörter weg lässt, wie beispielsweise noi, tu, lui, … kann man dann die Artikel bei einer Aussage, ob man dies oder das mag oder nicht mag, auch weg lassen. Da war das Trio überfragt und man einigte sich auf darauf, dass man es zur Sicherheit einfach mal weg lässt. Eine Frage – 3 Antworten, wie bei Herzblatt. Ich wusste gar nicht, dass unser Unterricht auch vergleichbar mit Fernsehserien ist.

Als wir wieder in der gesamten Gruppe stellten wir die Frage in die Runde und bekamen von der Dozentin die Antwort: „Die Artikel kommen eigentlich dazu. Also […]“. Auf diesem Wege bekamen wir nicht nur unsere Antwort, sondern lernten auch die Wörter „veramente“ (dt. = eigentlich/wirklich) und dunque (dt. = also dann, also) kennen. Denn unsere Lehrerin spricht – scheinbar aus Gewohnheit – einfach mal ein italienisches Wort heraus, was sehr interessant ist und lehrreich.

Die Stunde neigte sich dem Ende entgegen und wir starteten eine letzte Übung. Erneut hörten wir eine Geschichte an, die auch im Buch abgedruckt war. Diesmal war sie etwas länger und dennoch konnten wir dem ganzen sehr gut folgen – ohne zu lesen. Wir sollten herausfinden, was die Gäste im Restaurant bestellten. Die Technik hat uns zwar ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber kurz vor Schluss haben wir alles gemeistert. Der Unterricht neigte sich dem Ende und wir erhielten unsere Hausaufgaben. Als kurze Info wurde uns noch mitgeteilt, dass der Kurs bald vorbei sei. Wir könnten zwar noch 2 – 3 Termin zusätzlich hinzubuchen. Die Entscheidung läge bei uns.

Heute hat mich einiges beschäftigt. Zuerst der Ausstieg einer humorvollen, wissbegierigen und liebevollen Kollegin aus der Runde. Es ist Schade, wenn Teilnehmer die Gruppe verlassen, gerade wenn man sie so sehr ins Herz geschlossen hat. So bange ich, dass nicht noch mehr den Unterricht verlassen. Weiter fühle ich mich etwas überwältig von der Masse, die ich noch nachlernen muss, weil ich Anfangs doch etwas Faul war. Das holt mich jetzt wieder ein und kostet mich Wertvolle Zeit! Ich bin auch etwas besorgt ob die restlichen Teilnehmer die Zusatztermine buchen würden. Nicht nur, weil es nochmal etwas Geld kostet, sondern weil es online ist. So toll wie die Technik auch ist, aber wenn sie nicht richtig funktioniert, ist es ein Schuss in Ofen und zieht die Entscheidung zum Fortführen wohl eher ins negative. Dass unser Unterricht einer Serie ähnelt, bringt mich doch zum schmunzeln und erleichtert das Schlechte gerade um einiges.

Heute haben wir folgendes gelernt:

  • die Mehrzahlbildung mit entsprechenden Artikeln

2 Kommentare

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    Marlene Frühauf

    Hallo Dominik, dein Blog gefällt mir sehr gut. Ich „versuche“ auch jetzt schon seit geraumer Zeit, italienisch zu lernen. Es gibt hier einen Deutsch-Italienischen Verein, der Kurse anbietet. Ich habe damit lange vor Corona schon angefangen (….seltsam…das passiert mir oft, dass ich den Lauf der Zeit in „vor Corona und nach Corona“ einteile, bin gespannt, was dazu mal in den Geschichtsbüchern stehen wird). Auch der OnlineKurs von Verena hat mir sehr gut gefallen. Als Corona dann so richtig zur Sache ging, haben wir den Kurs beendet. Das ist jetzt schon ein ganzes Jahr her und ich habe seit dem nichts mehr gemacht. Jetzt wird ein Online-Kurs über Skype angeboten, an dem ich auch teilnehme. Ich erwische aber leider immer Kurse, in denen die meisten schon „älter“ sind (Rentner und Pensionäre) und mehr Zeit haben…ich hinke daher immer etwas hinterher. Aber es macht schon Spaß. Mein Mann und ich waren auch schon ein paar Mal in Italien, abseits der typischen Reiseziele, eher in kleinen Orten und mein gebrochenes Italinisch hat uns doch immer wieder weitergeholfen.
    Ihr seid ja in eurem Kurs bei der VHS noch nicht so weit und da das Ganze ja online stattfindet, überlege ich so ein wenig, ob ich bei euch einsteigen kann. Ich hätte schon Spaß daran. Was meinst du?
    Liebe Grüße
    Marlene

    • Dominik Riemer

      Dominik Riemer

      Hallo Marlene!

      Vielen Dank für Deine lieben Wort! Es ist sehr interessant, wie Du bzw. Ihr lernt. Der Austausch unter uns Lernenden ist mir sehr wichtig, daher auch der Blog. Es ist schön, dass sie Dir gefällt. Immerhin stecke ich ja auch genug Zeit und Arbeit rein.

      Ich hätte in einem A2 Kurs beginnen können, aber habe mich dazu entschlossen, bei A1 anzufangen. So lerne ich die Sprache von Anfang an.

      An mir soll es nicht scheitern und würde es sogar Begrüßen. Allerdings sind wir nur auf Online übergegangen, weil wir den Präsenzunterricht wegen Corona nicht mehr halten durften. Sowie dieser wieder genehmigt wird, wird der Online-Unterricht im Präsenzunterricht fortgeführt. Aber da solltest Du Dich dann wohl eher an die VHS in Bamberg wenden.

      Empfehlenswert wäre aber dennoch die VHS in Deiner Gegend.

      Liebe Grüße zurück!

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