Sprachniveau A1

Neues Verb preferire und permanentes Wiederholen

Ein neuer Abend beginnt im Distanzunterricht. Nachdem die ersten Lockerungen zu spüren sind, gehe ich stark davon aus, dass ab den nächsten Kurs wieder Präsenzunterricht stattfinden wird. Wollen wir es zumindest stark hoffen. Wie nahezu jede Woche, kam eine Kollegin zu spät. Es gleicht wie aus dem Film „Täglich grüßt das Murmeltier“. Glatte 45 Minuten verstrichen ins Land, bis sie zu uns stieß. Wie üblich haben wir unsere Hausaufgaben verbessert, weswegen ich hier auch nicht näher darauf eingehen möchte. Eines hat sich jedoch geändert. Mein Arbeitsplatz. Heute habe ich es mir etwas bequemer auf der Couch gemacht. Und damit berichte ich Dir von meinem nächsten Unterrichtstag.

Bequemer Distanzunterricht

Gleich zu beginn lernten wir ein neues Verb: „preferire“ (lieber mögen, bevorzugen). Man konjugiert das etwas merkwürdig, denn obgleich es die selbe Endung hat wie dormire, nämlich -ire , wird bei preferire bei manchen Personen sc hinzugefügt. Das ganze sieht dann so aus:

DORMIREPREFERIRE
iodormopreferisco
tudormipreferisci
lui / lei / Leidormepreferisce
noidormiamopreferiamo
voidormitepreferite
lorodormonopreferiscono
Konjugation von dormire und preferire

Und wie bei anderen Wörtern und Buchstabenkombinationen, gibt es auch bei sc verschiedene Aussprachen. So kann sc klingen wie in „Schild„, aber auch wie in „Skat„. Beispiele hierfür habe ich dir in der nächsten Tabelle geschrieben:

Wörter mit sc wie in SkatWörter mit sc wie in Schild
preferiscopreferisci
scogliopesce
scaloppineprosciutto
Aussprache von sc

Aussprache. Absolut mein Steckenpferd, aber die darauffolgenden Übung habe ich fehlerfrei gemeistert. Denn bevor wir Wörter der Tabelle zuordnen konnten, mussten wir sie in einem Text finden. Auf einer Seite war es ziemlich leicht, aber auf der anderen Seite war es doch schwer, weil viele Wörter mit sc, gl, gn, … in der italienischen Sprache vorhanden sind.

Aber nun ging es um das Hören. Unsere Dozentin spielte uns einen Track aus dem Buch ab. Von einer Gruppe bestehend aus vier Wörtern passte eines nicht zu den anderen. Hierbei sollten wir anhand der Aussprache hören, wie sc, gl und gn ausgesprochen wurden und das Wort herausstreichen, dass nicht zu den anderen passt. Nur ein Buchstabe kann die Aussprache und den Sinn eines im genutzten Satzes sehr verändern. Da lag auch der einzige Fehler, den ich in der Übung hatte.

peschePfirsichAussprache wie Skat
pesceFischAussprache wie Schild
Verwechslungsgefahr!

Obwohl ich diese Aufgabe nahezu fehlerfrei geschafft habe, ist die Aussprache doch noch für mich ein absoluter Horror. Das beste ist, wenn man nebenbei noch viel italienisch hört bzw. während des hören sieht, um die Aussprache leichter zu erlernen. In einem ihrer Videos hat sich Verena, mit dem erlernen der Sprache über Musik und Lieder befasst. Auch ich habe auf meinen Seiten Informationen dazu zusammengefasst, wie man mit Radio und Filmen die Sprache erlernen kann. Die Links findest du hier:



Wiederholen, wiederholen und nochmals wiederholen

Wir befassten uns nun mit der Seite im Buch, die das Kapitel wiederholt. Wie damals in der Schule fand ich das permanente Wiederholen stets als unglaublich nervig. Das ist scheinbar bis heute geblieben. Doch anders als damals erkenne ich jetzt den Sinn und in meinem Fall die Notwendigkeit des immer und immer Wiederholens des bereits gelerntem. Durch den ständigem gebrauch der Wörter, Sätze und Grammatik, geht das neu erlernte in Fleisch und Blut über. Eine Eingebung, die etwas zu spät kommt, aber es bewahrheitet sich, was mein Vater immer zu mir gesagt hat:

Mein Sohn, du wirst im Leben nie auslernen und in der Zukunft deine Fehler von früher erkennen.

Aussage von meinem Vater

Ich habe nur das Gefühl, dass wir uns irgendwie im Kreis deswegen drehen, wir nicht wirklich voran kommen, wegen des ständigen Wiederholens. Es ist auch teilweise schwer, weil ich denke, ich könnte hier nichts neues schreiben, weil wir nur immer das selbe machen, aber ich stelle fest, dass wir doch jede Woche etwas neues dazu lernen, auch wenn wir das Alte öfter nutzen, als das neue.

Als letzte Übung wurden wir wieder in die Kleingruppen gesteckt. Unser Herzblatt 2.0 kam wieder zum Vorschein. Wir behandelten Sätze, in denen es verschiedene Fehler gab. Diese galt es zu finden und einzuordnen in eine Liste aus „Fehlern der Grammatik„, „Fehlern im Gebrauch“ und „Fehler der Rechtschreibung„.

Nachdem wir wieder in die Gruppe zurück kamen, besprachen wir noch unsere Lösungen und stellten fest, dass wir genau darauf schauen müssen, was dort abgedruckt ist, denn im Detail liegt die Wahrheit. So könnte der Satz wegen der Rechtschreibung etwas ganz anderes bedeuten. Auch zeigt es uns an, ob es beispielsweise Singular oder Plural ist um so die richtige Wortwahl zu wählen. So erhielten wir im Anschluss noch unsere Hausaufgaben und verabschiedeten uns bis zur nächsten Woche.

Ein neuer Unterrichtstag geht zu Ende. Wieder haben wir etwas neues gelernt und dennoch habe ich das Gefühl, dass wir nicht wirklich voran kommen. Das mag einerseits am Buch liegen, das alle Seiten gleich ausschauen und wir gerne mit dem neuen Kapitel anfangen würden, aber nicht können. Andererseits, weil man stets das selbe hört, ließt und sieht. Doch während ich meinen Blog-Artikel schreibe, stelle ich doch fest, dass wir, wenn auch nicht viel, immer etwas neues dazu lernen. Ich freue mich einfach auf Kapitel 4. Dann kommt auch etwas neues. Bis dato muss ich aber immer noch das Alte dazu lernen. Doch je mehr wir noch mit den alten Dingen arbeiten, desto deutlicher wird es, wo ich Defizite habe und weiß auch, was ich nun lernen muss. Dank meines separat gekauften Übungsbuches kann ich viel nachholen während der Semesterferien, die sich in großen Stücken ankündigen.

Heute haben wir folgendes gelernt:

  • Das Verb preferire
  • Aussprache von sc
  • Fehler aus Sätze/Texten zu analysieren und zu verbessern

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